Doppellesung mit Diskussion mit Mia Gatow und Nathalie Stüben
Moderation: Vizebürgermeisterin Elli Mayr
Freitag, 16. Januar 2026, 19:00 Uhr, Spitalskirche, Maria-Theresien-Straße 2, 6020 Innsbruck
Alkohol ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig – im Alltag, im Freundeskreis, in der Familie und im Verein. Was als normal gilt, führt jedoch bei vielen Menschen, gerade auch bei Frauen, zu problematischem Konsum und nicht selten in die Abhängigkeit.
Mia Gatow beschreibt in „Rausch und Klarheit. Der Alkohol, meine Familie, die Gesellschaft und ich“ sehr persönlich ihre eigene Geschichte und den gesellschaftlichen Umgang mit Alkohol. Nathalie Stüben beleuchtet in „Frauen und Alkohol. Wie sie trinken, warum sie trinken und was sie gewinnen, wenn sie damit aufhören“ die besonderen Mechanismen, Erwartungen und Mythen rund um Alkoholkonsum von Frauen. Beide zeigen, dass Scham fehl am Platz ist, denn Abhängigkeit ist kein Zeichen von Schwäche und kein persönliches Versagen – und sie beginnt nicht erst dort, wo Klischees einsetzen. Es ist die Substanz Alkohol selbst, die abhängig macht und unfrei werden lässt. Ein besseres Leben ist ein Leben in Freiheit.
Der Januar ist für viele Menschen mit dem Vorsatz verbunden, weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken – Stichwort „Dry January“. Andere nehmen sich zum Jahresbeginn vor, ihr Trinkverhalten grundsätzlich zu hinterfragen.
Die Veranstaltung des Renner Instituts Tirol richtet sich an all jene, die sich mit ihrem eigenen Konsum auseinandersetzen möchten, ebenso wie an alle Interessierten, die Ermutigung, Information und neue Perspektiven für ein Leben in Freiheit suchen.
Der Eintritt ist frei.
