Ein Film über den Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus.
Anfang der 1980er Jahre machte sich die „Projektgruppe Frauen im antifaschistischen Widerstand“ auf die Suche nach „Rebellinnen“, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben. Was als eines der ersten Oral- und Video-History Projekte Österreichs begann, mündete in dem Buch „Der Himmel ist blau. Kann sein. Frauen im Widerstand“ und dem Film „Küchengespräche mit Rebellinnen“, der mittlerweile zu einem Klassiker der Frauengeschichtsschreibung und zu einem wichtigen zeitgeschichtlichen Dokument geworden ist.
Nach mehrjähriger Recherche hat das Regie-Kollektiv vier sehr unterschiedliche Frauen portraitiert, die sich an ihre persönliche Geschichte des Widerstands erinnern: Agnes Primocic aus Hallein war schon in den 1930er Jahren politisch engagiert und unterstützte während des Krieges Häftlinge bei der Flucht aus dem KZ. Die Kärntner Slowenin Johanna Sadolschek-Zahla organisierte in Kärnten die „antifaschistische Frauenfront“ und schloss sich den Partisan:innen an. Die Wienerin Rosl Grosmann-Breuer sabotierte in einem Kriegsbetrieb und wurde von der Gestapo verhaftet. Auch die älteste der Protagonistinnen – Anni Haider – erinnerte sich an ihre Haft in Wien und Aichach, an Folter und an die Solidarität unter den weiblichen Häftlingen.
Anlässlich der vor kurzem erschienen Neuauflage der Publikation zum Film wird Lisbeth N. Trallori einführende Worte sprechen und anschließend mit dem Publikum über den Film diskutieren.
Moderation: LAbg. Elisabeth Fleischanderl (Vorsitzende Sozialdemokratische FreiheitskämpferInnen Tirol und Klubobfrau SPÖ Tirol)
Anschließend laden wir zu einem gemütlichen Ausklang des Abends ein.
Eine Veranstaltung des Renner Instituts Tirol und der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen in Kooperation mit dem Leokino.
Sonntag, 1. September – Antikriegstag, 20:00 Uhr, Leokino, Anichstraße 36, Innsbruck